Geschichtliches

Bubendorf
Ortsteil von Frohburg www.frohburg.de
PLZ: 04654
Vorwahl: 034348
Geografie
Bubendorf liegt in der Leipziger Tieflandsbucht zwischen den Städten Borna im Nordwesten und Frohburg im Südosten.
Nachbarorte sind Wyhra im Westen, Neukirchen im Nordwesten, Nenkersdorf im Nordosten und Benndorf im Süden.
Im Nordosten des Orts liegt der Harthsee, ein geflutetes Tagebaurestloch.
Am südlichen Ortsrand fließt der Bubendorfer Bach, ein Nebenfluss der Wyhra.
Geschichtliches
1378 erste urkundliche Erwähnung
Diese ist aus dem Registrum dominorum marchionum Missnensium (Verzeichnis der den Landgrafen in Thüringen und Markgrafen zu Meißen), was 1378 erstellt wurde.
Das Rittergut besaß die Gerichtsbarkeit über Bubendorf sowie vor 1600 über Teile von Frohburg.
1754 Besichtigung und Revision der Grenzen der herrschaftlichen Grundstücke,
Wälder, Teiche und der Lehde in Bubendorf1842-1847 Verkauf des Rittergutes Bubendorf durch Moritz Christian Friedrich von Löser
und seinem Bruder Albrecht Gottlob von Löder an Johanna Christiana Haugk, 17741842-1847 Verkauf des Rittergutes Bubendorf durch die Witwe Sophia Haugk, geb.
Leitsmann, an den Geheimen Hofrat Prof. Heinrich Karl Abraham Eichstädt,
Rittergutsbesitzer in Bubendorf, Benndorf, Stötteritz, Gösen und Pretzsch
Am 14. Februar 1854 wurde die dem Rittergut Bubendorf zustehende Patrimonialgerichtsbarkeit dem Königlichen Landgericht Borna übertragen.
Es sind acht Gerichtsbücher für den Zeitraum von 1597 bis 1847 überliefert.
Der Ortsname von Bubendorf soll, wie auch der Name des Frohburger Ortsteils Frauendorf, in Verbindung mit der im benachbarten Nenkersdorf befindlichen Wallfahrtskirche stehen. Um 1764 existierte im Ort ein Rittergut.
Bubendorf lag bis 1856.
im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Borna. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Frohburg und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Borna.
Der Ortsname kommt übrigens vom Namen Bovo/Buvo/Boubo/Bubo (war verbreitet, Dörfer nach Namen zu benennen, also „Dorf des Bovo“
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts prägte der Braunkohlebergbau die Region um Bubendorf. Der Tagebau Bubendorf nordöstlich des Orts erhielt 1925 die erste Abraumförderbrücke im mitteldeutschen Raum. 1926 wurde der Tagebau stillgelegt. Seine Fläche mit den ehemaligen Anlagen wurde zwischen 1980 und 1983 durch das Baufeld IV des Tagebaus Borna-Ost überbaggert. Nach der Renaturierung entstand auf dem Gebiet der Harthsee.
Bubendorf wurde am 1. Oktober 1948 nach Benndorf eingemeindet. 1952 erfolgte die Angliederung an den Kreis Geithain im Bezirk Leipzig, der 1994 zum größten Teil im Landkreis Leipziger Land aufging. Am 1. Januar 1997 wurde Benndorf in die Stadt Frohburg eingemeindet, wodurch Benndorf und Bubendorf Ortsteile von Frohburg wurden. Beide Orte machten nicht von der Möglichkeit Gebrauch, Ortschaftsräte für ihren Ortsteil zu bilden
Dorf. Landgemeinde, Straßenangerdorf, 303 ha
1948: eingemeindet nach Benndorf
1997: eingemeindet nach Frohburg
Grundherrschaften
1551: Rittergut Breitenhain
1566: Rittergut Wildenhain
1696: Rittergut Wildenhain
1764 Rittergut Bubendorf
Ortsnamenformen
1378: Bovendorf, Buffindorff
1414 -17: Bufendorf
1551: Bowendorf
1566: Buffendorff
1696: Bubendorff
Quellen: historisches Ortsverzeichnis von SACHSEN; Wikipedia, ISGV Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde
Verwaltungszugehörigkeiten
1378: castrum Borna (erste urkundl. Erwähnung)
1424: Gericht Borna
1696 – 1843: Amt Borna
1856: Gerichtsamt Frohburg
1875: Amtshauptmannschaft Borna
1952: Landkreis Geithain
1994: Landkreis Leipziger Land
2008: Landkreis Leipzig
Kirchliche Organisation
Um 1500 Pfarrkirche
1580 u. 1900 Pfarrkirche,
1912 FilK von Benndorf
2001 Kirchgemeinde Neukirchen-Wyhra-Bubendorf mit SK Zedtlitz
Urkunde des Haugkschen Gerichtes 1822

Siegel Haugksches Gericht
